Die Sonne scheint, der Winterspeck muss weg – jetzt bekommt so manch einer wieder Lust, sich draußen sportlich zu betätigen. Laufschuhe an und losgejoggt – die meisten Freizeitsportler legen einfach unbeschwert los. Ich gestehe, dass ich mir bis vor Kurzem auch keine Gedanken über meinen Versicherungsschutz beim Freizeitsport gemacht habe. Allerdings merke ich zunehmend, dass man einige Risiken, die zu ernstzunehmenden finanziellen Schwierigkeiten führen können, nicht ignorieren sollte.
Zirka 1,5 Millionen Sportunfälle gibt es in Deutschland pro Jahr (im Vergleich dazu nur eine halbe Million Verkehrsunfälle mit Personenschaden, Quelle GDV). Umso wichtiger ist es, mal über den eigenen Versicherungsschutz nachzudenken.
Wenn man anderen Schaden zufügt
Die Privathaftpflichtversicherung ist für den Jogger, was die Kfz-Haftpflicht für den Autofahrer ist: unverzichtbar. Fügt man einer anderen Person beim Joggen, Fahrradfahren oder Inline-Skaten Schaden zu, kann das schnell teuer werden – in solchen Fällen springt die PHV ein. Sie kommt auch für Sachschäden auf, wenn z.B. mal eine Fensterscheibe zu Bruch geht, weil der Ball auf die falsche Flugbahn geraten ist.
Wenn man selbst mit Folgeschäden zu kämpfen hat
Die eigene medizinische Behandlung nach einem Unfall in der Freizeit bezahlt die Krankenversicherung. Entstehen danach noch Kosten durch beispielsweise Invalidität können diese schnell das eigene Budget sprengen: Sei es, dass man seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, Pflegepersonal benötigt oder seine Wohnung behindertengerecht umrüsten muss. In diesen Fällen zahlt eine private Unfallversicherung z.B. eine einmalige Summe oder eine Rente. Alternativ kann das Risiko der Berufsunfähigkeit in einer Police abgedeckt werden.
Wenn man in einem Verein Sport treibt
Vereine haben häufig Unfallversicherungen für ihre Mitglieder abgeschlossen. Dabei gelten aber je nach Bundesland andere Konditionen, die z.B. den Grad der Invalidität betreffen. Der Beitrag ist im Mitgliedsbeitrag enthalten. Übrigens: Fitness-Studios bieten ihren Kunden in der Regel keinen Versicherungsschutz.
Unfällen vorbeugen
Damit es erst gar nicht zum Schaden kommt, hier noch einige Tipps:
- Die richtige Ausrüstung wirkt Wunder. Viele Läden bieten z.B. kostenlose Laufbandanalysen an, um den richtigen Schuh zu finden.
- Musik beim Joggen macht Spaß, man sollte aber nicht alles um sich herum vergessen. Daher den mp3-Player lieber etwas leiser stellen!
- Man sollte langsam anfangen und sich, wenn man untrainiert ist, nicht überfordern. Der Körper muss sich auf die neue Belastung erst einstellen.
- Ein Zeichen dafür, dass man beim Joggen den richtigen Rhythmus gefunden hat: Man sollte sich beim Laufen noch unterhalten können.
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