Sechs Tipps zum Hausbau und den Versicherungen

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von: am: 04.03.2013 in: Versicherungsfragen

Im Frühjahr ist der ideale Zeitpunkt für den Beginn des Hausbaus, dann, wenn das Wetter wieder besser wird. Ende Februar sollten die letzten Details geregelt werden.

Tipp 1: Haftpflichtrisiko versichern

Nicht nur, wenn Sie eine Immobilie als Kapitalanlage bauen möchten, ist der Abschluss einer Bauherrenhaftpflichtversicherung vor Beginn des Bauvorhabens sehr wichtig. Als Selbstnutzer können Sie sich eventuell auch über Ihre private Haftpflichtversicherung mitversichern, die Asstel deckt hier zum Beispiel Umbaumaßnahmen bis 100.000 Euro in bestimmten Tarifen ab. Ist dann das Haus fertiggestellt, ist auch eine Hausbesitzerhaftpflicht sehr sinnvoll, sofern das Haus nicht selbst bewohnt wird. Beim selbst bewohnten Haus reicht die Privathaftpflichtversicherung von Asstel im Tarif Plus oder Komfort. Denn wenn etwas passiert, haften Sie sonst als Hauseigentümer selbst.

Tipp 2: Bauwesensversicherung abschließen

Die Bauwesensversicherung – auch Bauleistungsversicherung genannt – sichert gegen die üblichen Naturkatastrophen während der Bauphase. Zusätzlich ist eine Wohngebäudeversicherung sinnvoll. Versicherte Risiken sind hier zum Beispiel Feuer, Leitungswasserschäden, Blitzschlag und Sturm. Ersetzt wird dann der entstandene Schaden am Haus.

Tipp 3: Versicherung mit den Handwerkern klären

Sie können mit Ihren Handwerkern vereinbaren, dass diese sich an den Kosten für die Bauwesensversicherung beteiligen. Ein Handwerker hat daran durchaus ein Interesse, denn er sichert sich damit selbst gegen hohe Schadenersatzforderungen ab. Nur bei unabwendbaren Ereignissen oder höherer Gewalt müssten Sie als Bauherr für die Schäden aufkommen, in vielen anderen Fällen der Handwerker selbst, solange er auf der Baustelle tätig ist. Eine Vereinbarung über die Beteiligung an der Versicherung und über die Eintragung des Handwerkers als Mitversicherten können Sie in den Bauvertrag einbauen.

Tipp 4: Eigenleistung einplanen – und nicht überschätzen

Die sogenannte „Muskelhypothek“ wird gerne auch bei der Finanzierung einer Immobilie eingebracht. Gemeint sind dabei die Eigenleistungen am Bau. Eine Bank wird aber bei Handwerkslaien nicht mehr als zehn Prozent der Finanzierungssumme als Eigenleistung akzeptieren. Und das ist sicherlich eine gute Kalkulationsgrundlage für Ihre Eigenleistung am Bau. Überschätzen Sie sich und ihre Helfer aber nicht: Das Ausschachten zum Beispiel ist eine echt harte Knochenarbeit. Und wenn es hier aufgrund der falsch einkalkulierten Zeit zu Verzögerungen im Bauablauf kommt, ist das nicht nur ärgerlich, sondern kann auch gleich richtig teuer werden. Denn die nachfolgenden Handwerker sind dann womöglich nicht mehr an ihr ursprüngliches Festpreisangebot gebunden. Deshalb sollten Sie klugerweise nur Arbeiten selbst übernehmen, die keine späteren Handwerkerleistungen betreffen. Klassiker sind hier natürlich das Tapezieren oder Streichen der Wohnung, sofern nicht schon der nachfolgende Teppichleger fest gebucht ist. Oder aber Arbeiten im späteren Garten.

Übrigens: Gegen den eigenen Unfall auf dem Bau sichern Sie sich finanziell mit der Unfallversicherung ab.

Tipp 5: Helfer versichern

Klasse, wenn Sie viele Freunde und Verwandte haben, die Ihnen bei Ihrem Hausbau helfen. Selbstverständlich ist hier natürlich die kostenlose Verpflegung der Helfer und am Ende auch ein großzügiges Geschenk. Viele Bauherren vergessen aber: Auch den Helfern kann auf der Baustelle etwas passieren. Und da ist es sogar Ihre Pflicht, Ihr Bauvorhaben und die Anzahl der Helfer der Berufsgenossenschaft Bau zu melden. Der Vorteil ist dann eben, dass auch Ihre Helfer berufsgenossenschaftlich gegen Unfälle abgesichert sind. Unabhängig davon müssen Sie natürlich auch äußerste Sorgfalt im Einsatz mit Ihren Helfern walten lassen. Und achten Sie auch penibel darauf, dass nicht die Grenzen zur Schwarzarbeit überschritten werden.

Tipp 6: Bautagebuch schreiben und Bauabnahmen vorbereiten

Die Gewährleistung bei Handwerkerleistungen ist immer wieder ein großer Streitpunkt. Zum einen sollten Sie deshalb ein Bautagebuch führen, indem Sie genau die verschiedenen Ereignisse auf der Baustelle dokumentieren. Außerdem sollten Sie sich penibel auf die Bauabnahmen vorbereiten – und hier am besten auch einen versierten Experten hinzuziehen, zum Beispiel einen Bauherrenberater oder einen Architekten. Das kostet natürlich Geld, spart aber am Ende womöglich viel Ärger. Übrigens: Der Freund, der auch mal ein Haus gebaut hat, ist kein Experte! Und auch wichtig zu wissen: Rechtsschutzversicherungen schließen häufig die Vertretung bei Bauvorhaben aus.

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von: am: 02.01.2012 in: Persönliches

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