Alle Jahre wieder brennen die Tannenbaum- oder Adventskranzkerzen. Und alle Jahre wieder kommt es dabei auch zu schweren Wohnungsbränden. Diese lassen sich mit ein paar recht einfachen Maßnahmen verhindern – und wenn dann doch etwas passiert, greift fürs Hausinventar die Hausratversicherung.
Weihnachten und die damit zusammenhängenden Gepflogenheiten sind vielen Menschen heilig: 2011 wurden in Deutschland alleine 29 Millionen Weihnachtsbäume verkauft, der Adventskranz gehört in vielen Haushalten ebenfalls zum festen Bestandteil der Advents- und Weihnachtszeit. Und während Weihnachtsbäume mittlerweile meist dank elektrischem Licht leuchten, wird auf dem Adventskranz und dem Gabentisch weiterhin das romantisch-weihnachtliche Licht der Kerzen bevorzugt. Doch in nur 30 Sekunden kann aus der schön-schummrigen Beleuchtung ein gefährliches Feuer werden.
Advent, Advent, ein Lichtlein brennt, heißt es im Volksmund. Leider brennt laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft 12.000 Mal zur Advents- und Weihnachtszeit aber nicht nur die Kerze, sondern gleich ein recht großes Feuer. Die Versicherer zahlten dafür 2009 etwa 31 Millionen Euro an finanzieller Entschädigung aus. Die Zimmer- und Wohnungsbrände weisen zum Jahresende eine Steigerung um 15 Prozent auf.
Hausratversicherung begleicht Schaden durch den Weihnachtsbrand
Bei einem Wohnungsbrand kommen zwei unterschiedliche Versicherungen für den Schaden auf: Die Hausratversicherung ersetzt den Schaden, der durch das Feuer oder das Löschwasser an den Einrichtungsgegenständen entsteht. Auch die Weihnachtsgeschenke zählen übrigens dazu. Die Wohngebäudeversicherung für den Hauseigentümer hingegen kommt für Schäden am Gebäude auf. Deshalb ist sie für Hauseigentümer auch eine sehr wichtige Versicherung.
Tipps gegen den Brand zu Weihnachten
Aber wer einmal eine abgebrannte Wohnung gesehen hat, für den ist die finanzielle Entschädigung nur ein schwacher Trost. Viel besser ist es eindeutig, den Brand gleich zu vermeiden oder doch zu vermindern. Die Feuerwehr des Rhein-Sieg-Kreises gibt dafür ein paar Tipps: Wichtig ist es zum Beispiel, auf Imprägnierspray für die Tannenzweige komplett zu verzichten, natürlich auch auf leicht brennbare Materialien wie Stroh und Watte. Und für den Notfall sollte ein Feuerlöscher – den gibt es kostengünstig im Baumarkt – oder auch ein Eimer Wasser bereitstehen. Denn wer erst läuft, wenn es schon brennt, vergeudet wichtige Zeit.
Selbstverständlich darf kein Feuer brennen, wenn niemand mehr im Raum ist. Wer das nicht beachtet, riskiert wirklich etwas. Aber das Feuer kann genauso gut in einer anderen Wohnung ausbrechen. Besonders gefährlich ist dabei der Rauch, der zum Beispiel durch das Treppenhaus in die eigene Wohnung ziehen kann und beim Schlafen gar nicht auffällt. Ein Schutz gegen Rauchvergiftungen sind Rauchmelder, die so laut piepsen, dass wirklich jeder davon wach wird. Die Stiftung Warentest will übrigens in den nächsten Tagen ihre Testergebnisse für Rauchmelder vorstellen: Die kosten in den einfachen Versionen nur um die 20 bis 30 Euro.
Das ist doch mal ein sinnvolles Weihnachtsgeschenk, mit dem man wirklich jedem etwas Gutes tut.







