In den letzten Tagen ging ein erneutes Raunen durch die Medien sowie die Bundesregierung, da Facebook zum wiederholten Male die Datenschutzrichtlinien anpassen möchte und „allgemeine Daten“ über Nutzer an Dritte weitergeben will. Hinzu kommt, dass Facebook bei dem Umgang mit Benutzerdaten und Nutzerrechten von Stiftung Warentest mit der Schulnote „mangelhaft“ abgeschnitten hat. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hat bereits letztes Jahr Soziale Netzwerke wie Facebook wegen ihren zu laschen Datenschutzbestimmungen abgemahnt. Die meisten haben daraufhin reagiert und umstrittene Klauseln aus ihren AGBs entfernt – bis auf Facebook. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner drohte sogar damit, ihren Account bei Facebook zu löschen. Stern.de hat ein lesenwertes Interview mit Facebook-Manager Richard Allan über das Thema Privatsphäre gehalten. Ich persönlich finde, dass jeder selbst entscheiden muss, ob man heikle und intime Informationen über sich online verbreiten möchte oder nicht. Soziale Netzwerke nutzen kann Vorteile bringen, aber auch über die Nachteile sollte man sich Bewusst sein. Man sollte vielleicht mal generell über die Nutzung der neuen Medien nachdenken und häufiger zum Telefonhörer greifen oder eine face-to-face-Kommunikation suchen. Über Frau Aigners Drohung hingegen kann ich nur lachen, denn einen Marc Zuckerberg (Gründer von Facebook) interessiert es sicherlich gleich Null, dass Frau Aigner nicht mehr zu den ca. 250 Millionen Usern gehört. Der Streit um Facebook wird in die nächste Runde gehen und die einzigen, die Facebook zum einlenken zwingen könnten sind die User selbst. Man darf gespannt sein, was passieren wird.
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