Soziale Netzwerke sind in aller Munde, läuten scheinbar ein neue Zeitrechnung ein und werden als nahezu mystisch wahrgenommen, aber sie scheinen nicht anders zu funktionieren als jedes andere gesunde Netzwerk aus Freunden, Bekannten und Geschäftspartnern. Ich habe mal ein paar Beobachtungen aus dem realen offline (ja, das gibt es auch noch) Leben aufgeführt, die sich nahezu unverändert in den sozialen Netzwerken wiederfinden. Keine revolutionäre Erkenntnis, aber ein Plädoyer für den unaufgeregten Umgang mit diesem Phänomen.
- Wer öfter mal was interessantes, neues, witziges oder nützliches zu erzählen hat, dem hört man gerne zu, den möchte man zu seinen Freunden zählen.
- Man kann nicht mit jedem gut befreundet sein, sich mit jedem austauschen. Nur mit einem einem Bruchteil der Leute die man kennenlernt, startet man einen echten Dialog.
- Wer nur sendet und nicht wirklich am Austausch bzw. Dialog interessiert ist, verdirbt es sich langfristig mit seinen Freunden.
- Böse Absichten und Fehlverhalten sprechen sich mit der Zeit herum und führen dazu, dass sich Freunde von einem abwenden.
- Leider auch: Wer besonders wichtig oder prominent ist, scharrt meist viele (vielleicht nicht immer loyale) Freunde um sich.
- Lästern ist ein großer Treiber für zwischenmenschliche Kommunikation und wer da mitmacht findet viele (zumindest kurzfristig) interessierte Zuhörer.
- Freunde kann man sich nicht erkaufen.
- Echte Freunde üben Kritik und helfen in der Not.
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